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Gut gekaut ist halb verdaut

Verdauung

Gut gekaut ist halb verdaut

Dass man seinem Verdauungstrakt durch häufiges Kauen die Arbeit erleichtert, ist seit langem bekannt. Aber auch der Genuss unserer Lebensmittel ist beim bewussten Kauen viel intensiver. Es geht nämlich nicht nur noch um das pünktliche Einnehmen von Mahlzeiten zur Ernährung des Körpers, sondern auch um unsere Wahrnehmung und Genuss. Bei einer Weinprobe zum Beispiel, obwohl nichts gekaut werden muss, kann man genüssliche Kaubewegungen der Weinkenner beobachten.

 

In erster Linie dient das Kauen der mechanischen Zerkleinerung der Nahrung, die schon bei unseren Vorfahren eine große Bedeutung hatte; so konnten überhaupt große Stücke der Nahrungsmittel durch die Speiseröhre gelangen.

Da unser Magen/ Dünndarm nicht zerkleinern, sondern nur chemisch die Nahrung zersetzen kann, ist es wichtig, möglichst kleine Stücke runter zuschlucken. Denn je kleiner die einzelnen Teile sind, desto größer ist die Angriffsfläche der Enzyme. Wenig bzw unzerkaute Nahrungsmittel geben die wichtigen Nährstoffe nicht so gut an unseren Körper ab.

Also beginnt unsere Verdauung schon im Mund.

Das im Speichel enthaltene Enzym Alpha-Amylase spaltet die in der Nahrung enthaltenen komplexen Kohlenhydrate ( Stärke) in kleinere Zuckereinheiten ( Mehrfachzucker) auf. Diesen Effekt kann man testen, indem man Brot lange kaut und eine längere Zeit  im Mund behält, bevor man es runterschluckt. Das Brot schmeckt dann süsslich.

Es geht aber nicht nur um Verdauung und Genuss, sondern auch um die Figur.

Je öfter man kaut, desto langsamer isst man, und wir geben unserem  Sättigungssignal ausreichend Zeit, zu unserem Hirn vorzudringen. Das verhindert den klassischen Nachschlag, zu dem jeder gerne nochmal greift.

Letztendlich helfen wir unserem Körper durch intensives und häufiges Kauen bei der Verdauung, wir nehmen unsere Lebensmittel bewusster wahr, und Halten bzw  können sogar unser Gewicht reduzieren!

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