2 08 2010

Prävention und Gesundheitsförderung

Prävention und Gesundheitsförderung werden oft in einem Atemzug genannt, jedoch unterscheiden sie sich in Ausgangspunkt und Ziel sowie in Betrachtungsweise und Umsetzung.

Die Prävention ist eine Vermeidungsstrategie, die das Auftreten von Krankheiten verhindert und das Vorhandensein von Risikofaktoren reduziert. Basis und Ausgangspunkt der Prävention sind die Ursache und Verlausform von Krankheiten, d.h. sie ist kausalitäten- und risikofaktorenorientiert.

Die Gesundheitsförderung hingegen ist eine Promotionsstrategie, die der Förderung und Stärkung der Gesundheit dient. Sie beruht auf der Salutogenese, der Entwicklung der Gesundheit. Die Gesundheitsförderung ist ressourcen- und schutzfaktorenorientiert, ihr Schlüsselwort ist das Empowerment, d.h. die Stärkung der persönlichen  Kompetenzen, die es Individuen und Gruppen ermöglichen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, die eigenen Stärken zu erkennen und Einfluss auf ihre Lebensumwelt auszuüben.

Sowohl die Prävention als auch die Gesundheitsförderung beinhalten Verhaltens- und Verhältnisänderungen. Ersteres ist die Einflussnahme auf den individuellen Gesundheitszustand oder auf das individuelle Gesundheitsverhalten, zweites ist die Einflussnahme auf Gesundheit und Krankheit durch die Veränderung der Lebensbedingungen und der Umwelt. Verhaltens- und Verhältnisänderung sind maßgeblich von unserer Bereitschaft und Tatkraft, unseren Lebensstil zu ändern, abhängig. So gesehen ist Gesundheit kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung. Im nächsten Blogbeitrag wird auf den Risikofaktor körperliche Inaktivität und seine Folgen eingegeangen.

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