16 08 2010

Mit Bewegung und Sport gegen den Risikofaktor körperliche Inaktivität

Unter Gesundheitssport versteht man eine sportliche Aktivität, die sich nicht auf die physische Ebene beschränkt, sondern auch die psychische und psychosoziale Dimension mit einschließt. Gesundheitssport ist eine präventive Maßnahme und gilt als Schutzfaktor vor Risikofaktoren, Beschwerden und Erkrankungen. In den Bereich des Gesundheitsports fällt der Freizeitsport, den wir aus gesundheitlichen Gründen treiben. Hierzu gehört beispielsweise das Radfahren, Schwimmen, Joggen zur Erhaltung der Fitness oder die unterschiedlichen Formen der Gymnastik.

Die Sporttherapie folgt medizinischen, sportwissenschaftlichen und pädagogischen Prinzipien. Sie ist eine therapeutische Intervention, bei der mit den Mitteln des körperlichen Trainings und Sports und unter Berücksichtigung physischer, psychischer und sozialer Aspekte gearbeitet wird.

Die Medizinische Trainingstherapie (MTT) wird zwar aus eigener Motivation betrieben, ist jedoch weniger mit Sport vergleichbar, der aus Freude oder aus sportlichem Ehrgeiz betrieben wird. Die medizinische Trainingstherapie folgt dem Dosis-Wirkungs-Prinzip und ist mit anderen medizinischen Therapien, wie der medikamentösen oder physikalischen Therapie vergleichbar. Als Kriterien in der Verordnung der medizinischen Trainingstherapie gelten die Indikation, die Regeln der medizinischen Trainingslehre sowie die Sicherheit der Therapie. Die MTT richtet sich vor allem an Personen, die im Zusammenhang mit einer Erkrankung oder ähnlichem sportlich aktiv sind. Formen der medizinischen Trainingstherapie sind das kontrollierte Ausdauertraining für Herz-Kreislauf-Patienten oder Personen mit Stoffwechselstörungen, Training bei Beschwerden oder chronischen Erkrankungen bzw. das Aufbautraining nach einem Trauma oder operativen Eingriffen.

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